Experten sicher - Schulschließungen waren falsch! Professor kritisiert Bundesregierung

Seite 2 / 2

Experten sicher - Schulschließungen waren falsch! Professor kritisiert Bundesregierung

News (2 / 1) 07.06.2022 23:34 / Tim Symbolbild imago


Denn es macht den Anschein, als wisse die Bundesregierung nicht genau, wie groß das Infektionsrisiko in Schulen und Kitas wirklich ist. Und offfenbar hat man daran auch gar keine Interesse mehr. Denn eine Studie, die darüber Aufschluß geben könnte, wurde nun offenbar abgeblasen. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum planten im März 2021 eine Studie darüber, welche Gefahr wirklich von den Kindern ausgeht. Man wollte bestimmen, wie ansteckend Kinder wirklich sind. Die Forscher waren vor allem daran interessiert, wie viele Viruspartikel im Vergleich zu Erwachsenen die Kinder ausatmen. Aus diesem Grund hatten Aerosolforscher Gerhard Scheuch (66) und Lungenarzt Thomas Voshaar (62) im März 2021 mit dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) telefoniert und um eine Förderung (rund 200 000 Euro) der Studie gebeten. Das Ministerium zeigte sich damals offen. Doch jetzt die Kehrtwende! Nun verlautet aus dem Gesundheitsministerium, dass eine Förderung der Studie

"leider nicht möglich“ sei. Grund dafür sei laut dem Ministerium, "dass kurzfristig keine Ergebnisse zu erwarten sind, die für eine praktische Umsetzung etwa in Kitas unmittelbar geeignet sind“

Experten widersprechen der Bundesregierung

Dies sehen die Experten, wie zu erwarten, ein wenig anders. "Es wäre sehr wichtig zu wissen, dass Kinder weniger infektiös sind. Dann bräuchte man Schulen und Kitas auch nicht mehr schließen“, erklärt Aerosolforscher Scheuch gegenüber der "Bild"-Zeitung. Denn die Folgen der Schulschließungen sind für Millionen von Schülern katastrophal. Dies bestätigt nun auch Kanzleramtsschef Helge Braun. "Wir werden vielleicht die nächsten ein, zwei, vielleicht auch drei Jahre brauchen, um die Probleme, die Corona schulisch verursacht hat, wieder zu beseitigen“, ist sich Braun sicher. Scheinbar wäre dieses Debakel allerdings durch eine richtige Schulpolitik zu verhindern gewesen.