Vermutlich müssen sich die Bundesbürger auch auf weitere Wetterkapriolen einstellen. So prognostiziert Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst: "Am Samstag gibt es insbesondere in einem von Nordwestdeutschland bis nach Bayern bzw. Sachsen reichenden Korridor weitere kräftige Gewitter mit ähnlichen Begleiterscheinungen wie Freitag. Örtliche Unwettergefahr vor allem durch extremen Starkregen sowie größere Hagelansammlungen. Entspannter geht es dann im Westen und Südwesten zu, mit weniger Gewittern und im Nordosten bleibt es sogar komplett gewitterfrei.“ Eine Einschätzung, die auch von Dominik Jung, Diplom-Meteorologe beim Wetterdienst Q.met geteilt wird: "Das Tief Peter lässt es weiter knallen. Im Osten noch schön. Im Rest Dampfluft-Wetter wie in den Tropen. Hochexplosiv und gegen Mittag geht es wieder los mit den Unwettern“.
Schon am Freitagabend waren Teile von Deutschland von schweren Unwettern heimgesucht worden. Vor allem im Westen Deutschlands waren Hundertschaften von Einsatzkräften im Kampf gegen die Naturgewalten im Einsatz, bei denen mindestens 1 Person ums Leben gekommen war. Ein 65-jähriger Mann war in Stuttgart ums Leben
gekommen, nachdem die Wassermassen eines Starkregens ein Baugerüst umgerissen hatten. In Düsseldort wurde ein zwölfjähriges Mädchen schwer verletzt, nachdem ein Blitz in ihrem Fahrrad eingeschlagen hatte und das Kind anschließend von einem PKW angefahren wurde. Erst am Sonntag soll sich das Wetter dann langsam beruhigen. "Nach den Gewittern ist vor den Gewittern. Zur Wochenmitte dehnen sich die Gewitter wieder nach Norden aus und schwülwarme Luft mit Gewittern wird uns zum Wochenende begleiten“, kündigt Dr. Karsten Brand weitere Gewitter ab Mitte nächster Woche an.