Nicht einverstanden mit der Entscheidung zeigte sich der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA). Dieser kritisierte den Beschluss der EU am Freitag in Genf. "Die Sicherheit des Flugbetriebs darf niemals politisiert werden“, machte IATA-Chef Willie Walsh deutlich. "Unrecht und Unrecht ergibt kein Recht. Politiker sollten niemals unter dem Mäntelchen der Luftfahrtsicherheit eine politische oder diplomatische Agenda verfolgen“, fuhr Walsh fort. In der EU wird unterdessen über weitere Strafmaßnahmen nachgedacht. Diese sollen vor allem Personen und Einrichtungen treffen, die an dem Vorfall in Weißrussland beteiligt gewesen sind. Dafür sollen vor allem Branchen gewählt werden, die die Staatsführung hart treffen, aber möglichst wenig Auswirkung auf die Bevölkerung haben. In einigen Tagen soll dann auch dieser Maßnahmenkatalog fertig sein und umgesetzt werden.