Vorsicht! Diese Symptome deuten auf Jodmangel - Jeder dritte Deutsche von Jodmangel gefährdet

Seite 2 / 2

Vorsicht! Diese Symptome deuten auf Jodmangel - Jeder dritte Deutsche von Jodmangel gefährdet

News (2 / 1) 31.05.2022 23:33 / Angela Symbolbild imago


Wie kann man die Jodversorgung messen?

Um einen Jopdmangel festzustellen wird beim Arztbesuch erst einmal der TSH-Wert bestimmt. Dabei steht TSH für Thyreoidea-stimulierendes Hormon). Dabei handelt es sich um ein von der Schilddrüse produziertes Hormon. Anhand dieses Wertes lässt sich feststellen, ob die Schilddrüsenfunktion des Patienten in Ordnung ist. Zudem kann per Ultraschalluntersuchung geklärt werden, ob es Anzeichen für eine vergrößerte Schilddrüse gibt. Diese Vergrößerung ist nämlich häufig ein deutliches Anzeichen für einen vorliegenden Jodmangel. Es izt zudem möglich die Jodversorgung auch über den Urin zu messen. In diesem Fall kann die Jodausscheidung bestimmt werden. Etwa 90 Prozent des Jods, das die Menschen mit der Nahrung aufnehmen wird dann wieder über den Urin ausgeschieden. Die so bestimmten Werte sind sehr verlässlich.

So kann man einem Jodmangel sicher vermeiden

Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich Jodmangel gut vermeiden. Wichtig bei der Jodzufuhr ist vor allem Meeresfisch. Doch auch Milch und Milchprodukte sowie Fleisch und Wurst helfen den Jodhaushalt auf einem gesunden Level zu halten. Wichtig ist zudem auch die Nutzung von jodiertem Speisesalz. Damit kann die Aufnahme von Jod nämlich ziemlich einfach erhöht werden. Ohne jodiertes Speisesalz kommt ein Großteil der Menschen meist nur auf einen Wert von etwa 75 Mikrogramm Jod am Tag. Dabei handelt es sich gerade einmal um die Hälfte der empfohlenen Tageszufuhr. Aktuell werden etwa 30 Prozent aller Lebensmittel mit Jodsalz hergestellt. Die Jodmenge, die Speisesalz zugegeben werden darf, ist sogar gesetzlich geregelt. So darf ein Kilo Jodsalz maximal zwischen 15 bis 25 Milligramm Jod enthalten. Auf den Ettiketten der Produkte ist ersichtlich, ob Lebensmittel normales oder jodiertes Salz enthalten. Zusätzlich enthalten auch Meersalgen, Seetang und Sushiblätter größere Mengen an Jod.

Jodmangel ist ein häufiges Problem in Deutschland

Zwar ist neben einem Jodmangel auch ein Jodüberschuss ein Problem, doch in den meisten Fällen herrscht in Deutschland eher ein Mangel als ein Überschuß vor. Etwa jeder 3. Deutsche leidet unter einem Jodmangel. Mit einer ausgewogenen Ernährung und dem regelmäßigen Verzehr von jodreichen Lebensmittel wie Meeresfisch, Milch- und Milchprodukten sowie dem Einsatz von jodiertem Salz kann dieser Mangel leicht behoben werden. Besonders schwangere und stillende Frauen gehören zur Risikogruppe für Jodmangel. Auch Menschen, die sich hauptsächlich vegan oder vegetarisch ernähren, sollten ihre Jodwerte im Körper regelmäßig testen lassen.