Offenbar nutzen dreiste Betrüger die Corona-Pandemie aus, um ganz schamlos Kasse zu machen. Nun jedoch gibt es erste Razzien gegen
mutmaßlichen Schnelltest-Betrügern! Wegen einem möglichen Abrechunugsbetrug hat die Staatsanwaltschaft Bochum im Ruhrgebiet nun mehrere Geschäftsräume und Privatwohnungen durchsuchen lassen.
Weil die Betreiberfirma offenbar mehr Tests abgerechnet hat, als tatsächlich durchgeführt wurden, sind nun zahlreiche Wohn- und Geschäftsräume im Ruhrgebiet durchsucht worden. Auch die Staatsanwaltschaft Lübeck soll bereits Ermittlungen gegen mögliche Schnelltest-Betrüger in die Wege geleitet haben. Zuletzt waren in den Medien Berichte aufgetaucht, die auf einen groß angelegten Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren hinweisen. Deshalb hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt, zukünfrig schärfere Kontrollen durchzuführen. "Wo es nötig ist, schärfen wir nach“, erklärte der Spahn am Samstag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Laut Spahn soll es nun "stichprobenartig mehr Kontrollen geben“, hatte der CDU-Politiker angekündigt. Von Seiten der SPD wirft man Spahn vor, durch Nachlässigkeit bei den Vorschriften den Betrug erst möglich gemacht zu haben. Spahn selbst zeigte sich enttäuscht und empört über mögliche Betrügereien mit den Corona-Tests. "Egal ob bei Masken oder beim Testen – jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen“, kritisierte der Minister auf Twitter. Gleichzeitig begrüßte Spahn die Einleitung von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft. Nochmal rechtfertigte Spahn den unbürokratischen Ablauf, machte aber gleichzeitig klar:
"Pragmatismus ist in dieser Zeit notwendig. Wer das aber ausnutzt, darf nicht davonkommen".