Letzte Woche schockte Jens Spahn mit der Aussage, dass weitere Öffnungen erst ab einer Inzidenz von unter 20 möglich sein sollen - nun gibt es aber deutlichen Widerstand gegen diese Pläne!
Die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), er strebe für weitreichende Öffnungen im Sommer einen Corona-Inzidenzwert von unter 20 an, stößt auf Widerspruch. "Willkürliche Inzidenzziele aus dem Hut zu zaubern, hilft erst einmal niemandem", sagte Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali der "Welt" vom Dienstag. Auch Vertreterinnen und Vertreter anderer Parteien äußerten Vorbehalte.
"Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung", sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer ebenfalls der "Welt". "Statt über Inzidenzen zu spekulieren, sollte Herr Spahn seine Hausaufgaben bei den Impfstoffen machen", forderte er den Gesundheitsminister auf.
"Allein auf die Inzidenz zu schauen, wird in den nächsten Wochen nicht reichen", äußerte sich auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt in dem Blatt zurückhaltend. Sie betonte allerdings, grundsätzlich sei eine Strategie der niedrigen Infektionszahlen richtig. "Wir sind noch lange nicht über den Berg" mahnte die Grünen-Politikerin zur Vorsicht bei Öffnungen.