21 Marathon-Läufer sterben bei Unwetter-Katastrophe! Läufer von Extremwetter überrascht

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21 Marathon-Läufer sterben bei Unwetter-Katastrophe! Läufer von Extremwetter überrascht

News (2 / 1) 24.05.2022 23:33 / Torben Symbolbild imago


Und das Unwetter sorgte für zahlreiche Todesopfer. Denn die Temperaturen waren innerhalb sehr kurzer Zeit drastisch gesunken. Zudem hatte Hagel und gefrierende Regen eingesetzt, der die Teilnehmer des Rennes ausgerechnet in bergigem Gelände um die Mittagszeit erwischt hatte. "Der Regen wurde immer heftiger", erklärte Mao Shuzhi, eine der Teilnehmerin, die bis zu diesem Zeitpunkt rund 24 km des Rennens absolviert hatte. Sie hatte sich dann entschlossen das Rennen abzubrechen, da sie bereits einmal schlechte Erfahrungen mit einer Unterkühlung gemacht hatte. Selbst die Notfallausrüstungen mit wärmender Kleidung waren vom Wind weggeweht worden. In der Folge verirrten sich die Läufer bei dem schlechten Wetter, bis sie irgendwann erschöpft und unterkühlt zusammenbrachen. Per Handy hatte einzelne Teilnehmer verzweifelt um Hilfe gebeten. "Kommt in die Berge, um die Leute zu retten", steht in einer Textnachricht. "Zu viele frieren und haben sich verlaufen."

Rettungsaktion mit 1.200 Helfern

Unmittelbar nach den Hilferufen wurde von den Behörden eine großangelegte Suche nach den vermissten Läufern gestartet, die zum Teil bis in die Nacht andauerte. Insgesamt 1.200 Helfer beteiligten sich an der Suche. Auf der vorgegebenen Strecke konnten nur bis Kilometer 24 Fahrzeuge benutzt werden. Im Verlauf des Tages waren die Temperaturen immer weiter gesunken. Die Helfer versuchten dann die verstreuten Läufer durch Drohnen mit Wärmebildkameras zu lokalisieren. Im Laufe der Bergungsarbeiten waren 21 Todsopfer gefunden und geborgen worden. Harte Kritik gab es nach dem Vorfall an der Provinzregierung. "Als Organisatoren der Veranstaltung fühlen wir uns zutiefst schuldig und machen uns Vorwürfe", erklärte Zhang Xuchen, der Bürgermeister von Baiyin, auf einer Pressekonferenz am Sonntag. "Wir sprechen den Opfern und ihren Familien unser tiefes Mitgefühl aus." "Warum hat die Regierung nicht die Wettervorhersage gelesen und eine Risikobewertung durchgeführt?", fragen sich viele Menschen. Am Sonntag morgen war die Suche abgebrochen worden, nachdem sämtliche Leichen gefunden und der Rest der Teilnehmer in Sicherheit gebracht werden konnte.