Impfungen für Kinder falsch? Impf-Experten zeigen sich besorgt! Kinder brauchen noch keine dringende Corona-Impfung

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Impfungen für Kinder falsch? Impf-Experten zeigen sich besorgt! Kinder brauchen noch keine dringende Corona-Impfung

News (2 / 1) 23.05.2022 23:33 / Simo Symbolbild imago


In den meisten Fällen verläuft eine Infektion mit Covid-19 bei den Kindern harmlos. Ein Großteil der angesteckten Kinder hat gar keine oder nur milde Symptome einer Erkrankung. "Wir sehen, dass eine Corona-Infektion bei Kindern keinen großen Schaden anrichtet“, bestätigt auch Virologe Hendrik Streeck (43). Noch weiß man allerdings nicht genau, wieso dies der Fall ist. Bei vielen vielen von Viren ausgelösten Krankheiten spielt das Alter des Erkankten im Normalfall keine Rolle. Als Beispiel seien hier Ebola oder auch Malaria genannt. Allerdings gibt es dann auch Krankheiten wie Hepatitis A an der Kinder ebenfalls kaum oder gar nicht erkranken. "Bei Covid-19 ist das genauso. Je älter man wird, umso schwerer verläuft die Erkrankung“, verdeutlicht Prof. Dr. Peter Kremsner (60) von der Uniklinik Tübingen. Scheinbar funktioniert das Immunsystem junger Menschen besser und tötet die Viren ab, bevor es zu einer schweren Erkankung kommt.

Starke Immunreaktion auf die Impfung

Vor allem wegen der starken Immunreaktion bei Kinder und Jugendlichen raten die Experten deshalb noch von einer Impfung gegen das Coronavirus ab. "Die Impfreaktion ist bei Kindern und Jugendlichen viel stärker als bei älteren Menschen, weil das Immunsystem stärker reagiert. Da gibt es im Alter große Unterschiede“, macht Kremsner weiterhin klar. Dies stehe in keiner Relation zu den Folgen einer Corona-Infektion bei den Kindern, die diese häufig nicht einmal bemerken, erklärt Kremsner. Er empfiehlt deshalb: "Solange nicht alle alten Impfwilligen geimpft sind, impft Kinder und Jugendliche erst mal nicht.“ Aus der Sicht des Mediziner sollten erst einmal alle Bundesbürger über 50 Jahre geimpft werden und danach könne man weiter sehen. Zudem glaubt Kremsner, dass es in der Zukunft weit verträglichere Impfstoffe geben werde, die man dann auch den Kindern verabreichen könne. Aus seiner Sicht sei dies allerdings gar nicht notwendig. "Wenn die Gruppen geschützt sind, die schwer erkranken könnten, dann braucht man das eigentlich gar nicht“, positioniert sich Prof. Kremsner klar gegen die Impfung von Kindern und Jugendlichen.