Dass es sich bei dem Tier eindeutig um einen Wolf handelt, wurde mittlerweile von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigt. Aussagen über das Geschlecht, das Alter oder die Identität des Tieres sind bislang allerdings nicht möglich.
Auch im Viertel Bilderstöckchen war der Wolf rund 2 Stunden nach der 1. Sichtung gesehen worden. Dort schien das Tier vor einem Fahrzeug zu fliehen. Gut eine halbe Stunden nach diesem Vorfall wurde das Tier dann im Viertel Weidenpesch von einem Autofahrer beobachtet, als es eine Fahrbahn überquerte und sich anschließend in einen Grüngürtel zurückzog. Am Morgen nach dem Streifzug des Wolfes wurden in der nördlichen Rheinaue dann vier tote Schafe gefunden. Diese sollen in der Nacht zuvor entweder von einem großen Hund oder einem Wolf gerissen worden sein. Der Tod der Tiere wurde dokumentiert und ein Forscher hat genetische Proben an den toten Tieren entnommen. Sollte sich der Angriff durch einen Wolf bestätigen, kann der Schäfer eine Entschädigung für die getöteten Tier erhalten. Nach Angaben von Experten trennen sich vor allem junge Wölfe vor dem Ende des 2. Lebensjahres vom elterlichen Rudel und ziehen über Distanzen von mehreren hundert Kilometern dann auch durch für sie unbekanntes Gelände. Es sei allerdings nicht zu erwarten, dass sich Wölfe dauerhaft in den Städten ansiedeln. "Dafür sind sie zu wild. Es sind keine Kulturfolger wie Füchse oder Wildschweine", macht ein Experte deutlich. 2020 sollen in ganz Nordrheinwestfalen rund 81 bestätigte Wolfssichtungen erfolgt sein. Damit steigen die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich an. Im Rhein-Sieg-Kreis habe sich in der Nähe der rheinland-pfälzischen Landesgrenze sogar erstmals wieder ein Rudel mit Wolfsjungen angesiedelt. Zudem gibt es auch in NRW vier ausgewiesene Wolfsgebiete.