Von den Ergebnissen zeigt sich Halama auch aus einem anderen Grund nicht zu überrascht: "Außerdem haben die Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab allein schon eine Ansprechrate von über 30 Prozent, die man als gesetzt erwarten kann.“ Dies bedeutet, dass der Wirkstoff Pembrolizumab auch ohne den neu hinzugefügten Impfstoff UV1 wohl bei einem Drittel der Patienten für positive Ergebnisse gesorgt hätte. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler setzen die Testreihe nun an 500 weiteren Patienten fort. Sie gehen davon aus, dass die neue Behandlung auch gegen andere Krebsarten helfen könnte. Auch in dieser Hinsicht ist Dr. Nils Halama skeptisch: "Bisher haben wir in der Forschung die Erfahrung gemacht, dass solche Impfstoffe wenig Durchschlagskraft haben, wenn sie über Erkrankungen hinweg eingesetzt werden“, macht der Experte deutlich. Laut Halama sei es generell noch ein wenig früh, um eine belastbare Aussage zur Wirksamkeit dieser neuen Behandlung zu machen.