Bei den neuen Nutzungsbedingungen wird es vor allem darum gehen, verschiedenen Unternehmen die Möglichkeit zu geben mit den Nutzern zu kommunizieren. Denn Unternehmen werden andere Rechte erhalten als Privatpersonen, die meist mit Familie oder Freunden chatten. "Wenn du mit einem Unternehmen über Telefon, E-Mail oder WhatsApp kommunizierst, kann es die Informationen aus diesen Interaktionen mit dir für eigene Marketingzwecke verwenden. Dies kann auch Werbung auf Facebook einschließen“, lautet eine der Änderungen in den Richtlinien von WhatsApp. Doch WhatsApp beteuert, dass die Kontaktliste der Nutzer oder deren Mitgliedschaft in Gruppen nicht an Facebook weitergegeben wird. Allerdings haben Datenschützer die Befürchtung, dass durch die neuen Nutzungsbedingungen ein stärkerer Austausch von Daten mit Facebook stattfinden wird. Aus diesem Grund hat der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar bereits eine Anordnung erlassen, in der Facebook untersagt wird, Daten von WhatsApp für eigene Zwecke zu nutzen. WhatsApp spricht in Folge dieser Anordnung von einem
"grundlegenden Missverständnis von Ziel und Folgen des Updates“. Man wolle durch die aktualisierten Nutzungsbedingungen auf keinen Fall eine erweiterte Datenweitergabe an Facebook erreichem. Zudem soll auch an der kompletten Verschlüsselung der Chat-Inhalte nichts geändert werden. Außerhalb der EU fließen bereits seit 2016 einige WhatsApp-Nutzerdaten zu Werbezwecken an Facebook. Denn Facebook hat den Messenger Dienst WhatsApp bereits 2014 für gigantische 22 Milliarden Dollar aufgekauft. Bisher jedoch erzielt die App nur wenig Einnahmen für den Konzern. Nun will WhatsApp offenbar Geld verdienen, wenn Unternehmen ihre Kunden über WhatsApp kontaktieren. Die neuen Nutzungsbedingungen sollen die Voraussetzung für diese Änderung bieten.