Um die wirtschaftliche Krise in der Türkei zu überwinden, sind die Touristen in der Türkei vom Lockdown ausgenommen. Doch weil die Touristen viel mehr dürfen, als die türkische Bevölkerung, sind Ärger und Frustration natürlich ein allgegenwärtiges Thema.
Offnbar steigt das Konfliktpotenzial in der Türkei, weil Touristen deutlich mehr Lockerungen zugestanden wird, als denEinheimischen.
"Türkei unbegrenzt, jetzt ohne Türken erhältlich“, wird nun bereits auf satirische Weise für einen Urlaub an den mediterranen Küsten des Landes geworben. Auf einem Werbeplakat sieht man unter anderem zwei Kinder an einem leeren Strand entlanglaufen. Darunter steht geschrieben: "Machen Sie sich keine Sorgen, Millionen sind zu Hause.“ Dieses Plakat ist offenbar Teil einer Satire-Kampagne, die mit Witz und Zynismus auf die gelockerten Lockdown-Regeln für die Touristen hinweist, die von der Regierung des türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan beschlossen wurde. Denn noch bis zum 17. Mai dürfen die einheimischen Türken nur aus dringenden Gründen auf die Straße. Diese dürfen lediglich zum Einkaufen, arbeiten gehen oder für einen Arztbesuch ihre Häuser verlassen. Entgegen dieser strengen Regeln dürfen sich die Touristen im Land frei bewegen. Deshalb kommt es zum Teil auch zu absurden Szenen. Zuletzt musste ein türkischer Bürger Strafe zahlen, weil er zum Schwimmen an den Strand gegangen war, während die Touristen diese Tätigkeit unbehelligt durchführen dürfen. So dürfen diese auch Alkohol kaufen, während für die Einheimischen absolutes Verkaufsverbot gilt. Für die Touristen hat der Lockdown aber natürlich fast ausschließlich Vorteile.