Um eine Thrombose so schnell wie möglich zu identifizieren, sollten die Patienten ein besonderes Augenmerk auf die folgenden Symtome legen: Typische Anzeichen für eine durch die Corona-Impfung ausgelöste Thrombose sind Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust, Beinschwellungen oder länger anhaltende Bauchschmerzen. Weitere Hinweise sind Kopfschmerzen oder verschwommene Sicht. Zudem sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn sich einige Tage nach der Impfung Blutergüsse in einer deutlichen Entfernung zur Einstichstelle der Impfung bilden. Nun wollen Wissenschaftler feststellen, wieso diese Nebenwirkungen nach den Impfungen enstehen können. Experten vermuten einen Zusammenhang mit den Impfstoffen von Johnson&Johnson und AstraZeneca. "Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der Vektor selbst die Ursache ist", vermutet Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Bisher sei dies allerdings noch reine Spekulation.
Besonders gefährlich wird es, wenn es zu einer sogenannten
Sinusvenenthrombose kommt, bei der Venen im Gehirn von den Blutgerinnseln verschlossen werden. In diesem Fall treten starke Kopfschmerzen auf. Zudem kann es zu epileptischen Anfällen, Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen kommen. Häufig beobachtet wurde auch ein Mangel Blutplättchen, der zu einer erhöhten Blutungsneigung führt. Hier lassen sich punktförmige Einblutungen in der Haut oder den Schleimhäuten beobachtet. In einigen Fällen kann es zu starkem Nasenbluten kommen. Bis Ende April wurden dem Paul-Ehrlich-Institut knapp über 60 Fälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff gemeldet. Insgesamt fünf Frauen und drei Männern sind an dieser Nebenwirkung gestorben. In den meisten Fällen waren Frauen im Alter zwischen 20 und 66 Jahren betroffen. Bei Männern wurde die Nebenwirkung seltener beobachtet und das Alter der Patienten lag zwischen 24 und 58 Jahren.