Wegen hoher Infektionszahlen - Mehrere Bundesländer planen Impfungen gegen Coronavirus in sozialen Brennpunkten

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Wegen hoher Infektionszahlen - Mehrere Bundesländer planen Impfungen gegen Coronavirus in sozialen Brennpunkten

News (1 / 1) 06.05.2022 23:33 / Simo Symbolbild imago


Zuletzt hatten zahlreiche Studien gezeigt, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen Infektionen mit dem Coronavirus und dem sozialen Status der infizierten Personen besteht. So wurde eindeutig ermittelt, dass die Ansteckungsgefahr in sozial schwachen Gebieten deutlich höher ist, als in den Gebieten in denen finanziell besser gestellte Menschen leben. Aus diesem Grund planen nun mehrere Bundesländer und Städte verstärkt in den sozialen Brennpunkten zu impfen.

Bundesländer bieten Impfungen in sozialen Brennpunkten an

Als erstes hatte man in Nordrhein-Westfalen auf diese Tatsachen reagiert. In Köln hatte man daraufhin beschlossen, im sozialen Brennpunkt in Köln-Chorweiler mit mobilen Impfteams verstärkt zu impfen. Während in anderen Stadtteilen von Köln deutlich niedrigere Inzidenzwerte herrschen, liegt der Wert im sozial benachteiligten Chorweiler bei über 500. Für dieses Pilotprojekt der Stadt Köln hatte das Bundesland Nordrhein-Westfalen zunächst 1.000 Impfdosen für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Mittlerweile sind die Impfungen gestartet, die jedoch einen hohen Einsatz an Sozialarbeitern und freiwilligen Hilfskräften erfordert. Da in Chorweiler zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund leben, setzt die Stadt verstärkt auch Menschen ein, die sich in ihrer Muttersprache mit den Impfwilligen unterhalten können. Auch in anderen Bundesländern will man solche Projekte nun durchführen. Nun scheint auch das Saarland in sozialen Brennpunkten impfen zu wollen.