Am 24. April trat die polemische "Bundes-Notbremse" in Kraft, die die Infektionszahlen in Gegenden mit hohen Inzidenzwerten in den Griff bekommen sollte. Seit einer Woche ist der bundesweite Inzidenzwert von 167 auf 141 gefallen. Doch offenbar war es nicht die der "Bundes-Lockdown", der für die Senkung der Zahlen in Deutschland verantwortlich gewesen ist.
Denn nun ist zu beobachten, dass die Infektionszahlen nicht nur in den Gegenden fallen, wo Ausgangssperren und Schlulschließungen vorgenommen wurden, sondern auch in Gegenden, die um diese Maßnahmen wegen ihrer Inzidenzwert herumgekommen sind. Zur Erinnerung: Beim Überschreiten vom Inzidenzwert 100 waren in den betroffenen Gebieten nächtliche Ausgangssperren eingeführt worden, während bei einem Inzidenzwert von 165 auch die Schulen wieder dichtmachen mussten. Doch wie erklärt sich zum Beispiel der deutliche Abwärtstrend in Schleswig-Holstein? Denn auch dort sind die Zahlen innerhalb der letzten Zahlen von 72 auf 57 gesunken. Während die Zahlen in ganz Deutschland um 16 % gesunken sind, wurde in Schleswig-Holstein, dass weitgehend vom "Bundes-Lockdown" verschont blieb, gar ein Rückgang von 21 % festgestellt.