Mobile Impfteams für Hotspots! Intensivmediziner fordern höheres Tempo bei den Impfungen

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Mobile Impfteams für Hotspots! Intensivmediziner fordern höheres Tempo bei den Impfungen

News (1 / 1) 30.04.2022 23:34 / Peter Symbolbild imago / Polizei Magdeburg


Weil die Nachricht von den Corona-Impfungen in sozialen Brennpunkten nicht immer ankommt oder verstanden wird, fordern die Intensivmediziner nun, in diesen Gegenden verstärkt mobile Impfteams einzusetzen, um das Impftempo weiter zu erhöhen. Könnte diese Maßnahme tatsächlich erfolgreich sein?

Experten empfehlen mobile Impfteams in sozialen Brennpunkten

Wie es scheint, kommt die Nachricht der Impfungen bei Menschen, die nicht perfekt Deutsch verstehen oder in sozial schwachen Wohnverhältnissen leben, nicht ausreichend gut bei den Menschen an. Dies zeigt sich vor allem an den Zahlen und der Herkunft der Covid-Patienten. Aus diesem Grund fordern Intensivmediziner nun größere Anstrengungen, um die betreffenden Bevölkerungsgruppen schneller als bisher vorgesehen zu impfen. Die Mediziner appellieren deshalb nun verstärkt Impfungen in sozialen Brennpunkten vorzunehmen. Auch durch diese Maßnahme könnten die Intensivstationen der Krankenhäuser auf lange Sicht entlastet werden. "Auf den Intensivstationen liegen überdurchschnittlich viele Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte", stellt Christian Karagiannidis klar, der als wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) arbeitet, "Um diese Menschen besser zu schützen und die Intensivstationen zu entlasten, sollten alle Bürgermeister und Gesundheitsämter mobile Impfteams in die sozialen Brennpunkte ihrer Städte schicken. Das würde eine Menge bringen, denn das Impftempo ist derzeit vielversprechend", machte Karagiannidis in einem Interview mit der Tageszeitung "Rheinische Post" klar.