An der aktuell in Gegenden mit Inzidenwerten über 100 gültigen Ausgangssperren scheiden sich zur Zeit die Geister. Demnächst wird das Bundesverfassungsgericht wohl über die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme entscheiden, die auch von immer mehr Experten angezweifelt wird. Denn die zentrale Studie der Universität Oxford, die zur Ausgangssperre in Deutschland geführt hatte, lasse sich angeblich gar nicht auf die Verhältnisse in Deutschland übertragen.
Die Bundesregierung bleibt offensichtlich weiter beim Argument, dass
die nächtliche Ausgangssperren in Gegenden von Inzidenzwerten von über 100 ein wirksames Mittel sind, um die Steigerung der Inzidenwerte während der Pandemie zu bekämpfen. Doch immer mehr Experten zweifeln daran, dass dies tatsächlich der Wahrheit entspricht. Wie Fernsehsender ARD ermittelt hat, soll die Ausgangssperre gar nutzlos sein. Dies berichtete zuletzt das
bekannte ARD-Magazin "Monitor". Denn dort hat man große Zweifel, dass die für diese Maßnahme grundlegende Studie der Universität Oxford auf die aktuelle Situation in Deutschland übertragbar sei. Selbst die Autoren der Studie sprechen von einer "großen Unsicherheitsmarge" und weisen zudem auf die Gefahr von "Fehlinterpretationen" hin. Die Studie aus Oxford kommt zu dem Schluss, dass man die Infektionszahlen durch eine strikte Umsetzung der nächtlichen Ausgangssperre um 13 Prozent senken könnte.