Tageszeitung "Sun" berichtet nun, dass nach den Impfungen offenbar zahlreiche der geimpften Personen einen Tinnitus entwickelt haben. Dies führt zu einem unangenehmen Pfeifton in den Ohren der Patienten. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat diese Nebenwirkungen nun unter möglichen Komplikationen der Impfungen aufgenommen. Aus der Statistik der MHRA geht hervor, dass von 200.000 geimpften Personen rund 1.500 einen Tinnitus bekamen. Allerdings sei das Problem bei allein 30 Millionen Impfungen in Großbritannien wohl sehr gering.
Diesmal soll die mögliche Nebenwirkung aber offenbar nicht nur bei einem einzigen Impfstoff aufgetreten sein. Denn die aufgetretenen Fälle waren sowohl nach Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca als auch mit dem Impfstoff von Pfizer beobachtet worden. Dies berichtet die Zeitung "Daily Mail Online". Allerdings machen die MHRA und auch die British Tinnitus Association (BTA) deutlich klar, dasss es bisher noch keinen klaren Beweis für einen Zusammenhang zwischen Impfung und der Erkrankung gibt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Impfstoffe Tinnitus verursachen oder verschlimmern, scheint sehr gering zu sein", schreib die BTA. Sämtliche Impfstoffe gegen das Coronavirus seien geprüft und sicher, erklärte die BTA weiter, die auch nicht ausschließen will, dass es sich beim Auftreten der Fälle lediglich um einen Zufall handelt. Denn die Erkrankung an einem Tinnitus hat viele Ursachen. Neben psychischen Krankheiten können auch Diabetis mellitus Typ 2, Erkrankungen der Schilddrüse oder gewisse Medikamente einen Tinnitus auslösen. Manche Experten vermuten, dass eine Corona-Erkrankung ebenfalls zu einer Tinnitus-Erkrankung führen könnte. So sollen nach einer Studie der Universität Manchester rund 6,6 % der Corona-Patienten schlechter hören als zuvor. Und auch Corona-Patienten, die bereits zuvor unter einem Tinnitus gelitten hatten, bestätigten nach der Corona-Infektion eine Verschlechterung ihrer Beschwerden..