Für viele Länder der EU hatten die ausbleibenden Lieferungen von AstraZeneca heftige Konsequenzen. Denn dadurch waren die Impfkampagnen in vielen EU-Ländern immer wieder ins Stottern geraten. AstraZeneca hatte zuletzt angekündigt bis zum Ende des 2. Quartals 70 Millionen Impfstoffdosen zu liefern. Laut des abgeschlossenen Vertrages mit der EU müsste das Unternehmen zum Stichtag 30. Juni jedoch mindestens 300 Millionen Impfdosen liefern. Am Donnerstag hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts nochmals seine Empfehlung für den britischen Impfstoff überarbeitet. Dort heißt es nun, dass der Impfstoff auch unter 60-Jährigen Personen "nach ärztlicher Aufklärung“ gespritzt werden könne. Laut Stiko-Chef Thomas Mertens handele es sich jedoch lediglich um eine Klarstellung: "Aus Sicht der Stiko ist dies keine inhaltliche Änderung“, betonte Mertens. Zuvor hieß es nämlich, dass eine Impfung mit AstraZeneca "nach ärztlichem Ermessen“ möglich sein sollte.