Queen Elizabeth II.: Was hält sie von ihren Regierungschefs?

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Queen Elizabeth II.: Was hält sie von ihren Regierungschefs?

Stars (1 / 1) 28.12.2020 16:30 / Günter Symbolbild KGC-178/starmaxinc.com/ImageCollect


Boris Johnson ist ihr 14. Premier

Boris Johnson (55) ist der neue Premierminister von Großbritannien - und somit erster Ansprechpartner für Königin Elizabeth II. (93). Als 14. Premier in der Geschichte der Queen als britisches Staatsoberhaupt wird er ihr bei einem öffentlichen Treffen im Buckingham-Palast Bericht erstatten und ihr die Politik seiner Regierung erläutern. Obwohl die Königin laut Verfassung nur das Land repräsentiert und keinerlei politische Macht hat, gelten diese Termine immer noch als Prüfstein für den Regierungschef - schließlich hatte sie zu einigen seiner Vorgänger nicht immer einen guten Draht.

Winston Churchill (1951-1955)

Winston Churchill dürfte der Lieblings-Premier der Queen gewesen sein. Der legendäre Politiker hatte zunächst große Zweifel an der Fähigkeit und dem politischen Verstand der Königin, die bei ihrer Thronbesteigung erst 25 Jahre alt war. Das hat sich schnell gelegt. Er brachte ihr bei, dass die Größe einer Leistung auch an der Größe der persönlichen Opfer gemessen werden könne.

Churchill soll der jungen Monarchin die Welt erklärt haben. Es heißt, dass sich der 51 Jahre ältere Politiker sogar ein wenig in seine Königin verliebt haben soll. Immerhin gab er ihr den Tipp, dass besonders langlebige Beziehungen, wie die zu seiner Ehefrau Clementine, nur halten, wenn man als Paar nie gemeinsam frühstückt.

Anthony Eden (1955-1957)

Anthony Eden fungierte als zweiter Premierminister der Königin. Nachdem Churchill seinen Ruf als Liebling der Queen breitgetreten hatte, wurde dem Politiker schnell klar, dass er in große Fußstapfen treten würde. Trotz seiner stetig anhaltenden Nervosität, machte er bei Elizabeth direkt einen sympathischen Eindruck. Für ihre Interessen soll er zudem immer ein offenes Ohr gehabt haben.

Harold Macmillan (1957-1963)

Harold Macmillan zählt ebenfalls zum Favoritenkreis der Königin. Er soll stets ein weltmännischer und unerschütterlicher Gesprächspartner gewesen sein. Zwischen ihm und der Monarchin soll sich rasch ein warmherziges Verhältnis entwickelt haben. Kein Wunder, denn die beiden sollen eine ausgeprägte Leidenschaft für politischen Klatsch und Tratsch geteilt haben.

Sir Alec Douglas-Home (1963-1964)

Sir Alec Douglas-Home war Mitglied des englischen Hochadels und ein Kindheitsfreund der Königin. Er kannte Elizabeth schon von klein auf, wodurch die beiden über die Jahre eine herzliche Beziehung zueinander pflegten. Durch ihre innige Freundschaft ergab sich jedoch ein Problem: Nicht immer war sich Douglas-Home darüber im Klaren, wann er zu der Monarchin als Freund und wann als Regierungschef sprechen sollte.

Harold Wilson (1964-1970 und 1974-1976)

Harold Wilson war der erste Premierminister der Queen, der von der sozialdemokratischen Labourpartei kam. Ihr Verhältnis war von Anfang an unkompliziert. Er sagte einmal, seine wöchentlichen Termine bei der Königin seien wie Besuche "bei meiner Mutter", herzlich und wohlwollend. In seiner zweiten Amtszeit durfte Wilson sogar auf ein "paar Drinks" bei der Queen bleiben, nachdem die royalen und politischen Pflichten erledigt waren.

Edward Heath (1970-1974)

Edward Heath hatte es dagegen ziemlich schwer bei Queen Elizabeth II. Ihm soll es an Charme und Empathie gefehlt haben, um das Herz der Königin für seine Absichten zu gewinnen. Besonders wenn es um ihre englische Rolle in Europa sowie als Chefin des Commonwealth ging, vertraten die beiden völlig unterschiedliche Ansichten.

James Callaghan (1976-1979)