Unterdessen ist der ehemalige Unions-Fraktionschef Friedrich Merz von der CDU im Hochsauerlandkreis bei einer Kampfabstimmung endgültig zum Direktkandidaten der Partei für die im Herbst anstehende Bundestagswahl gewählt worden. Die Kampfabstimmung des Wahlkreises 147 fand in einem Fußballstadion im sauerländischen Arnsberg unter freiem Himmel statt. Bei der Abstimmung setzte sich Merz deutlich gegen seinen Gegenkandidaten, den CDU-Abgeordneten Patrick Sensburg (49), durch. Während Merz 327 Stimmen erhalten hatten, konnte Sensburg lediglich 126 Stimmen auf sich vereinen. Die beiden Politiker hatten zuvor jeweils 20 Minuten Zeit um in ihren Reden für die Zustimmung der Delegierten zu werben. Während Sensburg in seiner Rede mehr auf seine Tätigleit innerhalb der letzten 12 Jahre eingegangen war, kritisierte Merz vor allem den aktuell Zustand der CDU. Damit konnte offenbar einen Großteil der wahlberechtigten Delegierten auf seine Seite ziehen.