Erst am Montag waren die ersten Lieferungen des Impfstoffes vom amerikanischen Unternehmen Johnson&Johnson in Europa eingetroffen. Wenig später war dann bekannt geworden, dass die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA die Impfungen mit dem Impfstoff wegen möglicher Nebenwirkungen vosorglich einstellt. Aus diesem Grund wurde jetzt auch der Impfstart in Europa verschoben.
Gerade erst waren 230.000 Impfstoffdosen von Johnson&Johnsson in Deutschlkand eingetroffen. Diese befinden sich im Augenblick im
Verteilzentrum der Bundeswehr in Quakenbrück (Niedersachsen). Aus dieser Einrichtung soll der Impfstoff dann eigentlich landesweit verteilt werden. Allerdings prüft nun auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) mehrere Fälle von Nebenwirkungen, die nach der Impfung mit dem Vakzin des amerikanischen Herstellers vorgefallen sein sollen. Auch hier soll es in einigen Fällen zu Thrombose-Verdachtsfällen gekommen sein. Am Dienstagnachmittag hatte die FDA in den USA dann bekanntgegeben, dass die Impfungen mit dem Impfstoff für Untersuchungen von einigen Thrombose-Fällen vorerst ausgesetzt werden. In den USA wurde zudem die Auslieferung des Impfstoffes an die Bundesbehörden in den verschiedenen US-Staaten gestoppt. Insgesamt sollen 6 Fälle von Frauen im Alter von 18 bis 48 Jahren bekannt geworden sein, bei denen sich nach der Impfung ein Blutgerinnsel gebildet haben soll. Eine der Frauen war gestorben.
Wegen dieser Vorfälle hat sich der US-Konzern nun auch entschieden den Impfstart in Europa vorläufig zu stoppen. "Wir haben die Fälle mit den europäischen Gesundheitsbehörden gesichtet“, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. "Wir haben die Entscheidung getroffen, die Einführung unseres Impfstoffs in Europa proaktiv zu verzögern“, heißt es in dem Schreiben weiter.