Das renommierte Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nennt nun erstmals Zahlen im Zusammenhang mit dem Nebenwirkung, die vom AstraZeneca-Impfstoff verursacht worden sein könnten. Noch immer untersuchen die Wissenschaftler, ob ein direkte Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Thrombosen besteht.
Wie die Forscher vom Paul-Ehrlich-Institut bekanntgeben, sollen bis zum 2. April insgesamt 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenen-Thrombose in Deutschland gemeldet worden sein, die im Zusammenhang mit der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff stehen sollen. In 23 dieser Fälle soll zusätzlich auch eine Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) gemeldet worden sein. Der Großteil der Fälle sei bei Frauen gemeldet worden. Bei Männern hingegen waren lediglich 7 Fälle bekannt geworden. Die meisten Frauen seien zwischen 20 bis 63 Jahren alt gewesen. Allerdings sind Frauen nach der Statistik des Robert-Koch-Institut häufiger mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft worden als Männer. Bei den sieben betroffenen Männer hatte das Alter zwischen 24 und 58 Jahren gelegen. Insgesamt 8 Menschen waren durch die Nebenwirkungen gestorben. 5 Todesopfer waren Frauen, drei Männer. In der Alterklasse von Frauen zwischen 20 und 59 Jahren seien die Nebenwirkungen deutlich öfter als erwartet aufgetreten. Aus diesem Grund wird der Impfstoff von AstraZeneca nun nur noch bei Personen über 60 Jahren verwendet.