Wie man als Selbstständige achtsam mit sich umgeht

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Wie man als Selbstständige achtsam mit sich umgeht

Stars (2 / 1) 28.12.2020 16:27 / Julia Symbolbild Knesebeck VerlagJules Villbrandt/Knesebeck VerlagFrida Edlund/Knesebeck Verlag


Katz: Nummer eins: Sei so organisiert wie nur möglich! Wenn du Zeiten für Auszeiten einplanst und sie dir wie feste Termine in den Kalender einträgst, hältst du sie auch ein.

Nummer zwei: Hab den Mut, auch mal Nein zu sagen. Hast du bei einem Auftrag oder einem Auftraggeber ein blödes Bauchgefühl, lass es sein!

Nummer drei: Kommunikation ist die halbe Miete: Du kannst eine Deadline nicht halten oder es ist ein anderes Problem aufgetreten? Sprich frühzeitig mit deinem Kunden, dann kann man gemeinsam eine Lösung finden. Das spart so manche schlaflose Nacht!

Welche besonderen Erkenntnisse sind Ihnen beim Schreiben des Buchs gekommen? Die Berliner Fotografin Laura Muthesius und die Stylistin Nora Eisermann betreiben zusammen den Instagram-Account und Blog "Our Food Stories" Frida Edlund/Knesebeck Verlag

Katz: Jedes Interview hat mich unheimlich berührt und mitgenommen, jede Geschichte ist einzigartig und etwas ganz Besonderes. Ich fand es unheimlich schön, zu sehen, dass ein großes Emporheben und viel gegenseitige Unterstützung vorherrschen. Frauen helfen sich gern gegenseitig in ihr Superheldinnen-Cape und absolvieren die ersten Flugübungen gemeinsam. Sie teilen ihr Wissen und freuen sich ehrlich mit jeder neuen Gründerin, die den Mut hat, zu springen.

Was hilft dabei, seine individuellen Ängste kennenzulernen und diese zu überwinden?

Katz: Stell dir einfach die Frage: Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Und dann beantworte dir diese Frage ganz ernsthaft und im Detail. Nun schau einfach mal, wie man diese Probleme lösen kann. Oft stellt man dabei fest, dass dieser schlimmste Fall eigentlich gar nicht so schlimm ist. Und man viel weniger zu verlieren und viel mehr zu gewinnen hat, wenn man es einfach mal wagt.

Ein letzter Rat für alle, die "einfach machen" wollen?

Katz: Anlauf nehmen und mit einem Köpper rein ins kalte Wasser, wärmer wird es nämlich nicht.