Gerade erst hat der Bund-Länder-Gipfel eine sogenannte "Osterruhe" verordnet, da hagelt es bereits Kritik an dieser Maßnahme, deren Sinn auch vom Einzelhandel und den Discountern in Frage gestellt wird. Diese befürchten nämlich, dass sich durch diese Maßnahmen lange Schlangen an Ostern bilden könnten. Zudem bemängelten die Unternehmen, dass nun sogar Lieferketten neu gestrickt werden müssten.
Traditionell gehören die Tage vor den Osterfeiertagen im deutschen Lebensmittelhandel zu den umsatzstärksten Zeiten des ganzen Jahres. Oft bilden sich in dieser Zeit in den Supermärkten lange Schlangen, weil die Menschen vor allem Lebensmittel für das Familienfest einkaufen. Aus diesem Grund stößt die nun vom Bund-Länder-Gipfel verordnete Schließung der Lebensmittelgeschäfte am Gründonnerstag auf Unverständnis. Durch diese Maßnahme befürchten Brancheninsider an den anderen Tagen wie Mittwoch oder Samstag noch einen viel größeren Andrang. Schließlich würden sich die Kunden vom Gründonnerstag lediglich auf die anderen Tage verteilen."In der Kalenderwoche vor Ostern ist die Kundenzahl erfahrungsgemäß sehr hoch. Eine zusätzliche Schließung des Lebensmitteleinzelhandels am Gründonnerstag wird aus unserer Sicht nicht zu der erhofften Entzerrung der Einkaufstätigkeiten führen, sondern eher zu einer Verdichtung der Einkäufe in der ersten Wochenhälfte sowie am Ostersamstag", sieht der Discounter Aldi-Süd die beschlossene Maßnahme eher kritisch.