Barbara Becker: "Ich mache mir selbst Komplimente"

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Barbara Becker: "Ich mache mir selbst Komplimente"

Stars (2 / 1) 28.12.2020 15:59 / Tim Symbolbild Lascana


Es gibt aber auch eine Gegenbewegung. Curvy Models wie Ashley Graham stehen zu ihren Kurven. Plus-Size-Model Angelina Kirsch zeigt sich bei der Lascana-Show erstmals in Dessous auf dem Laufsteg. Hat der Schlankheitswahn in der Modeindustrie ein Ende?

Becker: Ob schlank oder curvy, man kann sich in jeder Form bewegen. Jeder Körper ist anders und wir müssen vor allem jungen Mädchen zurufen, dass sie sich von Anfang an besser annehmen. Ich denke, dass Curvy Models für diese Message hilfreich sind. Nicht alle wollen und müssen dünn sein. Wichtig ist, dass man auf seinen Körper achtet, sich gesund ernährt und bewegt.

Was raten Sie Frauen, die sich in Ihrem Körper unwohl fühlen?

Becker: Zum einen, ihren Freundinnen besser zuzuhören als sich selbst (lacht). Und zum anderen, sich selbst anzunehmen wie man ist und vor allem zu verstehen, dass nicht alle perfekt sind. Vor allem sollte man selbst häufiger beim Vorbeilaufen am Wir stehen bleiben und sich ein Kompliment machen und nicht nur die negativen Dinge kritisieren.

Sie gehören mittlerweile zu den erfolgreichsten Frauen der deutschen Fitnessbranche. Was sind Ihre ganz persönlichen Tipps, um sich fit und gesund zu halten?

Becker: Es gibt nicht nur ein Mantra, es ist eine ganze Reihe von Dingen, die einen beweglich, glücklich und gesund halten. Aber alle, die wenig oder gar nichts machen, sollten den inneren Schweinhund überwinden und einfach anfangen. Dabei sollte man sich am besten nicht ganz so viel vornehmen, einfach 10 bis 20 Minuten gezielte Bewegung, aber dafür eben regelmäßig. Der Anfang ist das Wichtigste, am besten jetzt und heute.

Was finden Sie an sich selbst am schönsten?

Becker: Ich bin ein guter Zuhörer und ein guter Freund. Ich gebe mir Mühe, im Hier und Jetzt zu leben, und nicht in der Vergangenheit. Ich werde tatsächlich immer besser, Dinge konsequent zu machen und nicht auf die lange Bank zu schieben.

Gibt es etwas an Ihrem Körper, mit dem Sie gar nicht zufrieden sind?

Becker: Nein, das mache ich nicht mehr. Ich habe nicht das große Problem, dass ich mich zu dick, zu dünn oder zu alt fühle. Ich habe auch keine Waage, an der ich mich messe. Ich versuche gerade, mit vielen Regeln in meinem Kopf zu brechen und mich nicht schlecht zu machen, sondern mir tatsächlich eher Komplimente zu machen.