Durch die aktuellen Probleme mit dem AstraZeneca-Impfstoff könnte es wieder Probleme innerhalb der EU geben. Um die größte Not zu lindern, haben Biontech und Pfizer jetzt beschlossen spätestens bis Ende Juni rund zehn Millionen Dosen Impfstoff mehr als zunächst geplant an die Europäische Union zu liefern.
Wie Biontech und Pfizer jetzt ankündigen, sollen im zweiten Quartal 2021 erneut mehr als 10 Millionen Dosen zusätzlich an Impfstoff an die EU geliefert werden. Mit dieser erneuten Erhöhung der Liefermenge könnten die 27 EU-Länder nun mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Impfdosen durch Biontech rechnen, teilte die EU-Kommisionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag mit. "Ich weiß, wie wichtig das zweite Quartal für die Impfstrategien der Mitgliedstaaten ist", schreibt von der Leyen in einer Mitteilung. "Diese vorgezogenen 10 Millionen Dosen werden die Gesamtzahl der Dosen von Biontech/Pfizer auf mehr als 200 Millionen bringen. Das ist eine gute Nachricht. Es gibt den Mitgliedstaaten Spielraum, um mögliche Lücken bei den Lieferungen zu stopfen", bestätigte die EU-Politikerin. Damit könnte nun auch ein Konflikt zwischen einigen Eu-Staaten entschärft werden. Denn die bestellten Mengen werden nach unterschiedlichen Schlüsseln an die Mitgliedsländer verteilt. Offenbar haben nicht alle Staaten bei allen Anbietern von Impfstoff eingekauft. Länder, die hauptsächlich auf den Impfstoff von AstraZenca gesetzt haben, könnten nun nämlich Lieferprobleme bekommen, weil der britisch-schwedische Pharmakonzern seine Liefermengen deutlich gesenkt hat.