AstraZeneca - diese Nachbarländer impfen weiter! Welcher Weg ist richtig?

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AstraZeneca - diese Nachbarländer impfen weiter! Welcher Weg ist richtig?

News (2 / 1) 17.03.2022 00:35 / Silia Symbolbild imago


Europäische Arzneimittelbehörde gibt offenbar Entwarnung

Zur Zeit sind auch in Italien die Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca ausgesetzt. Trotzdem stuft die italienische Arzneimittelaufsicht Aifa den Impfstoff als sicher ein. Dies bestätigte der Direktor der Aufsichtsbehörde, Nicola Magrini, am Dienstag gegenüber der italienischen Tageszeitung "La Repubblica“. In Frankreich rechnet man bereits am Donnerstag mit der erneuten Freigabe des Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA. Der französische Gesundheitsminister Olivier Veran spricht in diesem Zusammenhang ebenfalls von einem positiven Verhältnis von Nutzen und Risiken. EMA-Chefin Emer Cooke hatte ebenfalls am Dienstagnachmittag betont, man sei "zutiefst überzeugt“ vom Nutzen des britischen Impfstoffes. Bisher gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass durch die Verabreichung des Coronavirus-Impfstoffs ein höheres Risiko zur Bildung von Blutgerinnsel bestehe. Statistisch gesehen sei die Anzahl der gemeldeten Fälle nicht höher als normal verglichen mit der Gesamtbevölkerung. Die Vorteile des Impfstoffes überwiegen die Risiken deutlich.

Paul-Ehrlicher-Institut rechtfertigt Entscheidung

In Deutschland verteidigt man die Entscheidung auf einen vorläufigen Impfstopp. Aus Regierungskreisen verlautet, man habe wegen juristischen Gründen keine Alternative zum dem vorläufigen Aussetzen der Impfungen gehabt. Wäre diese Entscheidung durch das Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) am Montag nicht getroffen worden, dann hätte der Regierung eine Welle von Klagen wegen Körperverletzung gedroht. Schließlich handele es sich um eine staatliche Impfkampagne. Auch PEI-Präsident Cichutek hat die Entscheidung seines Instituts noch einmal verteidigt. "Die Bürgerinnen und Bürger wollen sich darauf verlassen, dass die Impfstoffe, die wir zulassen, sicher und wirksam sind. Ich glaube, wir haben hier eine besondere Verpflichtung“, erklärte Cichutek bei den ARD-Tagesthemen. Man darf also gespannt sein, welche Entscheidungen in den nächsten Tagen rund um dieses Thema getroffen werden.