Erschreckende Corona-Bilanz - Lockdown kommt Deutschland teuer zu stehen - Kosten von mehr als 50 Milliarden Euro aufgelaufen

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Erschreckende Corona-Bilanz - Lockdown kommt Deutschland teuer zu stehen - Kosten von mehr als 50 Milliarden Euro aufgelaufen

News (2 / 1) 15.03.2022 00:34 / Peter Symbolbild imago


Angespannte Lage am Arbeitsmarkt

Natürlich hat die aktuelle Krise auch für eine angespannte Lage am Arbeitsmarkt gesorgt. Dort war die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahr von 2,3 Millionen im März auf 2,96 Millionen angestiegen. Aktuell liegt die Arbeitslosenzahl bei 2,75 Millionen Personen. Zusätzlich sollen laut dem ifo-Institut aktuell 2,8 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit sein. An der Börse sorgt die aktuelle Situation für zum Teil wilde Achterbahnfahrten der Kurse. Am 17. Februar 2020 hatte der DAX mit 13.795 Punkten seinen absoluten Höchststand erreicht. Nur sechs Wochen später hatte er dann 40 % seines Werts verloren und lag mit 8.257 Punkten auf dem tiefsten Stand seit 2013. Innerhalb von kurzer Zeit hatte die Corona-Pandemie rund 1,4 Bil­lionen Euro Börsenwert vernichtet. Doch in den folgenden Monaten erholten sich die Kurse auch wegen der milliardenschweren Rettungsprogramme rund um den Globus wieder einigermaßen. Am letzten Donnerstag hatte der DAX nun wieder einen neuen Rekordwert verzeichnet. Er steht nun bei 14.595 Punkten.

Nicht alle Unternehmen profitieren vom Wachstum

Allerdings profitieren bei weiten nicht alle DAX-Unternehmen von dem Boom. So hat beispielsweise die Lufthansa seit Februar 2020 rund 22 % ihres Wertes eingebüßt. Auch das Modeunternehmen Hugo Boss liegt gut 25 % unter dem Wert des Vorjahres, weil im Homeoffice niemand Anzug trägt. Doch andererseits haben manche Unternehmen auch deutlich profitiert. Dazu gehört unter anderem die Deutsche Post, die vom Mehrversand von Pakete profitiert(+26 Prozent). Aber auch Essenslieferservice wie Delivery Hero (+36 Prozent) und der US-Anbieter von Dating-Plattformen (u. a. Tinder) Match Group (+54 Prozent) haben deutlich zugelegt. Bleibt zu hoffen, dass sich die von Verlusten betroffenen Branchen in diesem Jahr wieder ein wenig aufrappeln.