In Deutschland konnte Amazon im vergangenen Jahr sein Jubiläum feiern. Amazon hatte das deutsche Unternehmen ABC-Bücherdienst GmbH im April 1998 aufgekauft. Dem damaligen deutschen Marktführer gehörte unter anderem auch "Telebuch.de". Am 15. Oktober wurde die Domain dann in "Amazon.de" umbenannt.
Wie "Computerwoche.de" damals berichtete, konnten deutsche Kunden zum Start aus etwa 700.000 deutsch- und englischsprachigen Büchern wählen. Im Vergleich zu heute ist diese eigentlich schon mehr als ausgiebige Auswahl geradezu ein Witz. Alleine beim anstehenden "Prime Day 2019", der am 15. und 16. Juli stattfindet, gibt es bei dem Versandhändler neben den regulären Produktangeboten mehr als eine Million Schnäppchen aus allen Produktkategorien.
Seit Jahren ist Deutschland ein wichtiger Markt für Amazon. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete im Februar 2013, dass die Bundesrepublik für das US-amerikanische Unternehmen der umsatzstärkste Auslandsmarkt sei. Außerdem werde deutlich mehr umgesetzt, als man zuvor angenommen hatte. 2012 habe Amazon demnach umgerechnet einen Umsatz von etwa 6,5 Milliarden Euro in Deutschland gehabt. Laut Angaben des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels entsprach dies fast einem Viertel des Umsatzes, der damals im gesamten Internetversandhandel erzielt worden war.