Restaurants, Hotels oder Einzelhändler, die wegen des Lockdowns riesige finanzielle Verluste verkraften müssen. Die Betrüger hatten sich mit falschen Identitäten als "prüfende Dritte" registriert (z.B. Steuerberater) und die Corona-Hilfen für verschiedene Unternehmen beantragt. Das Geld soll dann jedoch auf die eigenen Konten dieser Personen geflossen sein. Wie es scheint, waren zunächst weder Bund noch Länder auf die Betrugsmasche aufmerksam geworden.
Kritik an den ausgesetzten Zahlungen kam umgehend vom
Mittelstandsverband BVMW. Dieser forderte eine sofortige Wiederaufnahme der Zahlungen. "Die Unternehmen warten seit Wochen auf zustehende Hilfen, viele sind inzwischen auf der Strecke geblieben. Es kann nicht sein, dass die Unternehmen noch länger hingehalten werden“, forderte BVMW-Chefvolkswirt Hans-Jürgen Völz. Wegen einzelner Betrugsfälle dürfe nicht der gesamte Mittelstand unter Generalverdacht gestellt werden. Völz forderte nun eine schnelle Aufarbeitung der Verdachtsfälle, damit die Zahlungen an die Unternehmen zeitnah geleistet werden können.