Wenig Hoffnung auf Reisen über die Osterfeiertage macht unterdessen Kanzleramtschef Helge Braun. Dieser sieht das Reisen in der nächsten Zeit weiter skeptisch und hielt sich auch mit Prognosen zum Sommerurlaub noch weitestgehend zurück: "Ich bin sehr skeptisch, was Reisen an Ostern angeht", erklärte der CDU-Politiker gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch was den Sommerurlaub angehe, seien derzeitige Prognosen noch "ein bisschen kühn". Generell sieht Braun das Thema Reisen als extrem kompliziert, weil man dadurch das Virus weiter verbreite. "Aber ich gehe davon aus, dass wir ab Pfingsten über Reisen und Freizeit deutlich entspannter reden können", gibt sich der Kanzleramtschef wenigstens für die Zukunft optimistisch.
Auf der Bezirksvorstandssitzung verprach Markus Söder außerdem mehr Impfstoff für Ostbayern. Zuvor hatte CSU-Bezirkschef Andreas Scheuer gefordert: "Ostbayern muss wegen seiner Lage an der Grenze zu Tschechien zum Sonderkorridor werden." Bisher hat die Landesregierung rund 50.000 zusätzliche Impfdosen zugesichert. Nun versprach Söder die Anzahl deutlich zu erhöhen. "Zusätzlich brauchen wir eine Flexibilität bei der Frage, wen wir damit impfen dürfen", forderte Scheuer weiter. Darüber will Söder nun die Landräte entscheiden lassen. Der niederbayerische Landrätesprecher, Freyung-Grafenaus Landrat Sebastian Gruber setzt sich nun für eine verstärkte Impfung der berufstätigen Personen ein. Nach seiner Ansicht verlagerten sich die Infektionsherde nach den erfolgten Impfungen in den Altenheimen nun vermehrt in den privaten Bereich und den Arbeitsplatz. "Nur wenn wir in diesen Bereichen das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen, dann wird es nicht auf die zweite und dritte Landkreisreihe und das übrige Bayern überschwappen." Ähnliche Überlegungen hatte es zuletzt auch auf Bundesebene gegeben, um die Infektionszahlen durch die Impfungen zu senken.