Williams macht in ihrem Essay vordergründig das kontroverse Finalspiel bei den US Open 2018 gegen Naomi Osaka (21) zum Thema. Jenes, bei dem sie aufgrund ihres Wutausbruchs in die Schlagzeilen geriet. Ihre Absicht dahinter: "Dieser Vorfall veranschaulicht, wie Tausende von Frauen in allen Bereichen der Arbeitswelt jeden Tag behandelt werden", schreibt sie. "Wir dürfen keine Emotionen haben, wir dürfen nicht leidenschaftlich sein. Uns wird gesagt, wir sollen uns hinsetzen und ruhig sein. Es ist beschämend, dass unsere Gesellschaft Frauen bestraft, nur weil sie sie selbst sind."
Die 37-Jährige wolle nicht, dass so mit ihr oder sonst einer Frau umgegangen wird. Als jüngste von fünf Schwestern habe sie früh gelernt, für das zu kämpfen, was sie wolle. "Und ich werde nie aufhören, meine Stimme gegen Ungerechtigkeit zu erheben." Wenn sie damit auch nur einem Mädchen auf dieser Welt helfen könne, habe es sich für sie schon gelohnt.