Aktiviert man die Frontkamera, fährt diese in weniger als einer Sekunde aus dem oberen linken Teil des Gehäuses heraus, damit der Nutzer mit 16 Megapixeln ein gelungenes Selfie knipsen kann. Stellt man dann auf die Rückseitenkamera um, fährt das Ganze sich automatisch wieder ein. Der Mechanismus an sich wirkte beim Ausprobieren durchaus robust. Laut Herstellerangaben ist die Kamera auf ein Aus- und Einfahren von mindestens 300.000 Mal ausgelegt. Nutzer sollten sich also keine Sorgen machen müssen, dass die Technik zu schnell den Geist aufgibt. Wer die Frontkamera am Tag 150 Mal nutzt, der erreicht erst nach mehr als fünf Jahren diese Vorgabe. Und auch die rückseitige Hauptkamera liefert mit ihren 48 Megapixeln ansehnliche Bilder.
Es gibt aber auch KritikpunkteBei den verbauten Lautsprechern gibt es für ein Smartphone ebenfalls nicht wirklich etwas auszusetzen. Wer unterwegs aber etwa laut Musik abspielen möchte, dem sei ein zusätzlicher Bluetooth-Lautsprecher ans Herz gelegt. Zudem schade: Wie viele andere Hersteller verzichtet auch OnePlus mittlerweile auf eine herkömmliche Klinkenbuchse für kabelgebundene Kopfhörer.
Der verbaute 4.000 mAh-Akku sollte bei sehr ausgiebiger Nutzung locker einen Tag lang durchhalten. Bei herkömmlichem Gebrauch ist aber auch mehr drin. Leider kann das Gerät jedoch nicht kabellos aufgeladen werden. Zudem ist der interne Speicher nicht erweiterbar und auch eine IP-Zertifizierung fehlt. Bedeutet: Ein bisschen Spritzwasser und dergleichen sollten dem Smartphone eigentlich nichts ausmachen, man sollte aber trotzdem vorsichtig sein, denn das Gerät ist damit nicht offiziell wasserdicht.
Alles in allem zeigt sich das OnePlus 7 Pro als richtig guter Allrounder, bei dem der insgesamt sehr positive Eindruck von ein paar kleineren Kritikpunkten kaum geschmälert werden kann. Damit muss sich das Smartphone im High-End-Bereich auf jeden Fall auch vor noch teureren Konkurrenten nicht verstecken.