Dieses Interview wird mit Sicherheit für eine Menge Diskussionsstoff sorgen. Denn der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (67), spricht sich nicht nur für eine Impfpflicht in Deutschland aus, sondern fordert auch Verhandlungen mit Russland über die Lieferungen des Impfstoffes "Sputnik V". Man darf gespannt sein wie die Politik und die Menschen in Deutschland das Interwview des Spitzenpolitikers aufnehmen.
Bei einem Interview mit der Funke Mediengruppe hat der aktuelle Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, den Medien Rede und Antwort gestanden. Allerdings dürfte dieses Interview in Zukunft wohl sehr kontrovers diskutiert werden. Denn der Politiker hatte sich unter anderem für den Einsatz des russischen Impfstoffes "Sputnik V" ausgesprochen. "Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen“, bestätigte der CDU-Politiker gegenüber der Funke Mediengruppe. Vor eines Einsatz des russischen Impfstoff Sputnik V müsste dieser jedoch von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen werden. Diese Zulassung steht allerdings zur Zeit noch aus, obwohl der Impfstoff bereits in zahlreichen Ländern rund um den Globus eigesetzt wird. Haseloff plädierte dafür über mögliche Impfstoff-Lieferungen mit Russland zu verhandeln. Im Ostdeutschland habe man langjährige Erfahrung mit russischen Impfstoffen gemacht. "Wir haben kein Problem mit Sputnik V. Ich bin als Kind schon mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden (...) Ich würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen“, machte Haseloff klar.