"Hiervon werden vor allem die kleineren Geschäfte in den Stadtteilzentren profitieren“, ist sich Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linkspartei) sich. Bei der Handelskammer Bremen sprach man von einem „ersten wichtigen Schritt“ zur baldigen Öffnung des Einzelhandels. "Viele denken, lieber so etwas als gar nichts“, lässt Norbert Caesar, Vorsitzender einer Interessengemeinschaft von Ladenbesitzern im Ostertor-Viertel, gegenüber dem "Weser-Kurier“ verlauten. Auch in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein plane man solche Schritte. In der Beschlussvorlage für den Bund-Länder-Gipfel tauchen solche Überlegungen allerdings nicht auf. Dort steht geschrieben:
"Wird in dem Land oder einer Region eine stabile 7-Tage-Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern erreicht, so kann das jeweilige Land folgende weitere Öffnungen entsprechend landesweit oder regional vorsehen:
• die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Fläche von 10 qm pro Kunden für die ersten 800 qm Verkaufsfläche und 20 qm für jeden weiteren Kunden.“ Aktuell liegt der Inzidenzwert in Bremen bei 55,7. Wie es scheint liegt man dort also nicht mit der Kanzlerin auf einer Linie.