Schon bald wird der Bund-Länder-Gipfel Klarheit bringen, wie es in der Corona-Pandemie weitergehen wird. Finanzminister und Vize-Kanzler Olaf Scholz (62, SPD) macht sich vor der Sitzung der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer bereits im Vorfeld der Sitzung für Lockerungen stark. Notfalls auch bei Inzidenzwerten von über 50.
Beim BILD-Talk "Die richtigen Fragen“ erklärte Scholz, dass eine Entscheidung für Lockerungen auf dem kommenden Gipfel absolut "notwendig“ sei. Nach Auffassung von Scholz werde die Entscheidung von Bund und Länder wohl auf Öffnungen hinzielen. Insgesamt blickt Scholz zuversichtlich in die Zukunft. Durch die Impfungen gegen das Virus und mit der Ausweitung der Test-Strategie durch die nun verfügbaren Schnelltests werde sich das Alltagsleben der Menschen langsam wieder einer Normalität annähren. "Wir werden ganz sicherlich im Sommer in Biergärten sitzen und die nächste Fußballsaison wird auch ziemlich normal stattfinden“, prognostiziert Scholz. Offenbar macht sich in den Bundesländern Widerstand gegen die harte Linie von Kanzlerin Angela Merkel breit. Dort wird bereits ganz offen über einen größeren Öffnungskorridor diskutiert, der auch Lockerungen bei Inzidenzwerten unter 70 möglich machen soll. Ein Standpunkt, den auch Olaf Scholz unterstützt. "Wir haben mit viel mehr Tests eine etwas größere Bandbreite. Und die wollen wir auch nutzen“, erklärte Scholz. Deshalb befürwortet Scholz den Einsatz der Schnelltests, die man nun aktiv bei der Umsetzung einer Öffnungsstrategie einsetzen wolle.