Nach einem im Verhältnis etwas ruhigeren Jahr 2017 stieg 2018 der Umsatz von "Pokémon Go" zudem deutlich an. In einer Auswertung der Marktanalysefirma Sensor Tower aus dem Januar heißt es, dass Niantic mit der App alleine im letzten Jahr rund 795 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 710 Millionen Euro) eingenommen habe. Das entspreche einem Plus von knapp 35 Prozent. 2018 habe das Unternehmen mit dem Spiel täglich gut 2,2 Millionen Dollar (etwa 1,96 Mio. Euro) umgesetzt.
Besonders interessant ist aber ein Ausblick auf die Zukunft: Sensor Tower erwartet, dass "Pokémon Go" bis Ende 2019 die Marke von drei Milliarden US-Dollar knackt - vorausgesetzt, dass sich das Nutzerverhalten im Gegensatz zu 2018 nicht deutlich verändert. Die Rede ist vom Gesamtumsatz mit der App, der seit Veröffentlichung des Spiels im Sommer 2016 erzielt werden konnte. Die Erwartung scheint realistisch, liegt der Umsatz doch aktuell bereits bei 2,65 Milliarden Dollar (rund 2,36 Milliarden Euro).
Zauberer statt TaschenmonsterUnd selbst wenn dies nicht klappen sollte, hat Niantic seit kurzer Zeit ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Gerade erst ist mit "Harry Potter: Wizards Unite" ein weiteres Augmented-Reality-Abenteuer (AR) im grundlegenden Stil von "Pokémon Go" erschienen, das Spieler in die beliebte Welt von J. K. Rowlings (53) Kultfigur entführen möchte.
Bei derart kräftigen Zugpferden dürfte es im Geldbeutel des Entwicklers abermals gehörig klingeln, ein ähnlicher Mega-Erfolg wie "Pokémon Go" wird "Harry Potter: Wizards Unite" allerdings vermutlich verwehrt bleiben - zumindest, wenn die derzeitigen Zahlen Recht behalten.
Wie es bei Sensor Tower weiter heißt, sei das Spiel in der ersten Woche nach Erscheinen von rund 6,5 Millionen Spielern installiert worden, die zusammen etwa drei Millionen Dollar (2,68 Mio. Euro) ausgegeben haben. Im Vergleich: "Pokémon Go" wurde in der ersten Woche bereits 38,5 Millionen Mal heruntergeladen und konnte einen Umsatz von 58 Million US-Dollar (rund 52 Mio. Euro) erwirtschaften.