Einzeltermine in Bekleidungs- und Brautmodengeschäften ermöglicht werden. Brandenburg erlaubt die Öffnung von Gartenmärkten während Mecklenburg-Vorpommern Baumschulen und Fußpflege-Studios wieder öffnen lässt. In Sachsen-Anhalt (Inzidenzwert 85,5) dürfen dann Fahrschulen, Flug- und Sportschulen wieder ihrer Betätigung nachgehen. Und Schleswig-Holstein hat geplant die Außenbereich von Wildparks und Zoos wieder zu öffnen. Auch dort dürfen übrigens dann wieder Nagelstudios, Blumenläden und Gartencenter aufmachen.
Unterschiedliche Standpunkt vertreten die Ministerpräsidenten der Bundesländer. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) fordert einen Öffnungsplan bei dem der Inzidenwert 35 nicht auftaucht und schlägt die Berücksichtigung weiterer Faktoren vor. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten“ bereits angekündigt, den Handel auch dann zu öffnen, wenn NRW "knapp über“ der Inzidenz von 35 liege. Mahnende Worte fand wieder einmal der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) "Wir wollen schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht“, erklärte Söder und warnte gleichzeitig:. "Ein Rückfall wäre der denkbar schlechteste Weg. Die Politik darf jetzt nicht die Nerven verlieren.“ Auch der Fraktionschef der Union Ralph Brinkhaus (CDU) steht den Plänen der Bundesländer skeptisch gegenüber. "Wenn in einem Bundesland die Baumärkte aufmachen, die in einem anderen zu sind, dann gibt es natürlich Einkaufstourismus“, kritisierte Brinkhaus im NDR. Für Lockerungen plädierte dagegen der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Grüne): "Wir stehen uns immer selbst im Weg. Deutsche Gründlichkeit ist wichtig und richtig, aber nicht in solchen Notsituationen“, äusserte Palmer gegenüber der "Bild"-Zeitung". Wie es scheint, wird es beim Bund-Länder-Gipfel also reichlich Diskussionsstoff geben.