In den letzten Tagen hatte sich das Bundesland Tirol vehement gegen eine Abriegelung gewehrt. Schon am Montag hatte die Regierung in Wien eine offizielle Reisewarnung für Tirol herausgegeben. Allerdings hatte diese keine rechtliche Bindung sondern ist lediglich als Appell zu verstehen. Bisher glauben die Forscher, dass die südafrikanische Variante des Coronavirus deutlich ansteckender ist als die bisher verbreiteten Varianten. Bisher sind 300 Fälle dieser Variante in Österreich registriert worden. 129 der Fälle sollen derzeit aktiv sein. Im Bundesland selbst war man von deutlich geringeren Zahlen ausgegangen. In den letzten Tagen hatte sich der Kampf um die Maßnahmen zu einer Machtprobe zwischen der Regierung in Wien und der Regierung des Bundeslandes entwickelt. Zahlreiche Politiker und Geschäftsleute aus Tirol hatten sich gegen zusätzliche Maßnahmen ausgesprochen und argumentiert, dass die vom Bundesland getroffenen Maßnahmen bereits ausreichend seien. Diese beinhalten einen Aufruf zu Massentests, den stärkerern Schutz von Alten- und Pflegeheimen sowie eine Coronatest-Pflicht für alle Skifahrer, die in dem Bundesland Seilbahnen benutzen wollen.