"Glücklicherweise soll es deutlich kälter sein als 2005", erklärt ein Meteorologe. Man erwarte diesmal Temperaturen zwischen minus 5 und minus 8 Grad. Bei solch niedrigen Temperaturen wird es für den Schnee schwierig sich an den Stromleitungen festzusetzen. "Das spricht gegen Leiterseilschwingungen durch Schneefall", erklärt der Meterologe weiter. Die Betreiber der Stromnetze sind trotzdem in Alarmbereitschaft. "Wir haben Bereitschaftsdienste intensiviert", erklärte Westnetz-Sprecher Thomas Breuer. Wegen des zu erwartenden Wetter-Chaos seien Notfallpläne aktiviert worden. "Wir sind einsatzbereit, um sämtliche Probleme kurzfristig lösen zu können." Aus den schlimmen Erfahrungen von 2005 seien die richtigen Konsequenzen gezogen worden. Unter anderem wurden auch die Materialien bei der Herstellung der Strommasten verändert.
Ähnlich sieht es beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion aus. Auch dort hat man sich auf die schwierigen klimatischen Bedingungen des Wochenendes vorbereitet. Alle Leitstellen werden über das Wochenende vorsorglich doppelt besetzt werden, bekräftigte Amprion-Sprecher Andreas Preuß. Einige Leitungen, die eigentlich am Wochenende gewartet werden sollten und bereits stromlos geschaltet waren, wurden wieder ins Netz zurückgeholt, "damit möglichst viele Netzelemente zur Verfügung stehen". Amprion zählt zu den vier größten Höchstspannungsnetzbetreiber in Deutschland.