Schon bald soll eine erste große Lieferung des Impfstoffes von AstraZeneca in Deutschland ankommen. Grund genug für den deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn eine Beschleunigung der Impfungen zu forden. Am Freitag versprach Spahn nun in Berlin, allen Angehörigen der 1. Risikogruppe bis spätestens zum Ende des 1. Quartals des Jahres ein Impfangebot unterbreiten zu können.
Unter anderem hat Spahn den Bundesländern nun empfohlen, die vorhandenen Impfdosen so schnell wie möglich komplett zu verimpfen, statt wie ursprünglich vorgesehen die zweite Impfdosis für die zweite Impfung der Erst-Geimpften zurückzuhalten. Dies hat Spahn nun offenbar in einem Schreiben an die verschiedenen Landesgesundheitsminister gefordert. Hintergrund dieser Entscheidung sei offenbar eine Beschleunigung der Impfungen wegen des schleppenden Impfstarts. Doch bei der Entscheidung spielt offenbar auch eine Rolle, dass bei der Verabreichung des Impfstoffes von AstraZeneca ein Abstand von 9 bis 12 Wochen empfohlen wird. Nach Erwartungen und Berechnungen des Gesundheitsministeriums sollen im 1. Quartal 5,6 Millionen Dosis des Impfstoffes von AstraZeneca in Deutschland eintreffen. Gleichzeitig soll am Montag auch die neue, überatbeitete Impfverordnung vorliegen. Die Überarbeitung der Impfverodnung war notwendig geworden, weil der Impfstoff von AstraZeneca lediglich für die Anwendung bei Menschen im Alter zwischen 18 bis 64 Jahren zugelassen wurde. Aus diesem Grund soll der Impfstoff lediglich an Personen in diesem Alter aus den ersten Prioritätengruppen verimpft werden.