Unmittelbar nach Trumps Ankündigung hatte der damalige US-
Verteidigungsminister Mark Esper angekündigt, dass der Abzug „so schnell wie möglich“ umgesetzt werden sollte. Seitdem war allerdings bis zum heutigen Tag nichts passiert. Wohl auch, weil ein gegen den Willen von Trump verabschiedetes Gesetzespaket im Zusammenhang mit dem Verteidigungshaushalt diesen Abzugsplan verhinderte. Im Kongress war ein Verteidigungshaushalt für 2021 vorgelegt worden, der Trumps Pläne ausgebremst hatte. Das Haushalt hatte vorgesehen die Truppenstärke in Deutschland erst 120 Tage nach einem Bericht über die Auswirkungen eines solchen Abzugs zu ermöglichen. Erst Anfang Januar wurde Trumps Veto gegen diese Einschränkung gekippt. US-Verteidigungminister Lloyd Austin hatte angekündigt sämtliche Entscheidungen in dieser Hinsicht zu prüfen, um die Zusammenarbeit mit der Nato wieder zu stärken.