Nun berichtet ein deutsches Ehepaar mit Zweitwohnsitz in Naples/Florida, wie die Amerikaner nun bereits zu Impfungen im Supermarkt übergegangen sind, um die Menschen so schnell wie möglich zu impfen. Susanne Heger (59) und ihr Mann Siggi (59) können das Leben in Florida schon wieder weitgehend ohne große Einschränkungen genießen. Ale Geschäfte sind geöffnet. Dies gilt auch für Kinos, Theater und Restaurants. Und in der Supermarktkette "Publix" werden die Menschen gegen Corona geimpft. Dabei ist das Prozedere ziemlich einfach. Rentner über 65 Jahren machen telefonisch einen Termin mit der Supermarktkette aus, den sie oft innerhalb weniger Stunden erhalten Danach legen sie dann im Supermarkt ihren Ausweis vor. Zur Not tut es aber auch eine Wasserrechnung, mit der man seinen Wohnsitz nachweisen kann.
Anschließend wird man geimpft und bekommt in einer Impf-Box im Supermarkt das Zertifikat der Impfung aufgestellt. Leute, die alleine zur Schutzimpfung gekommen sind, bleiben noch 10 Minuten auf einem Stuhl sitzen, um sicherzugehen, dass es keine gesundheitlichen Probleme gibt. Wer in Begleitung zur Impfung kommt, kann auch gleich nach der Impfung gehen.
Susanne Heger konstatiert, dass man in den Vereinigten Staaten als Rentner über 65 Jahre offenbar sehr leicht einen Impftermin bekommt. Dazu ruft man einfach am Morgen zwischen 6 und 9 bei der Supermarktkette an und bekommt dann innerhalb weniger Stunden einen Impftermin in einem Markt ganz in der Nähe des Wohnsitzes. In den meisten Fällen geschieht dies noch am selben Tag und ohne Wartezeit. Die amerikanischen Bürger haben offensichtlich kein Problem damit im Supermarkt öffentlich geimpft zu werden. Nach Angaben von Susanne Heger könne man dort hingegen die deutsche Mentalität kaum verstehen. Impfzentren wie in Deutschland stossen auf Skepsis. Stattdessen lassen sich die Amerikaner lieber an einem Ort impfen, zu dem sie sowieso regelmäßig gehen.