"Jeder, der erwartet, dass danach die großen Öffnungen in breiter Form stattfinden können - das ist aus meiner Sicht derzeit nicht verantwortbar", mahnte Söder die Bevölkerung weiterhin zur Geduld.
"Und wenn jetzt ein überstürzter Lockerungswettbewerb stattfindet, dann droht uns tatsächlich ein schwerer Rückschlag", warnte der bayrische Spitzenpolitiker. Zu frühe Öffnungen könnten laut Söder unabsehbare Folgen haben.
Söder kündigte an, erst bei deutlich niedrigeren Infektionszahlen über Lockerungen nachdenken zu wollen. "Es wird dann wirklich größer und breit geöffnet, wenn die Zeit dafür reif ist. Und die Zeit ist dann dafür reif, wenn die Inzidenzen entsprechend niedrig sind", erklärte Söder seinen Standpunkt. In Bezug auf den von der Regierung angepeilten Zielwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen äusserte Söder: . "Auch 50 ist eine gute Orientierung - aber noch nicht automatisch die Zahl, ab der man alles wieder so machen kann wie vorher." Dabei verwies Söder unter anderem darauf, dass Bayern im letzten Jahr erst bei einer Inzidenz unter 10 deutliche Lockerungen erlaubt habe. Bei der Öffnung sollten dann vor allem Kitas und Schulen Priorität haben. Doch auch diese Öffnung können laut Söder nur unter Einhaltung strikter Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden.