Aus diesem Grund hatte die portugiesische Regierung seit dem 15. Januar einen strengen Lockdown angeordnet. Seit dem Wochenende dürfen Bürger des Landes auch nicht mehr nach Deutschland einreisen, weil das Land vom Robert-Koch-Institut als Virus-Varianten-Gebiet eingestuft wurde. In der Vorwoche hatte sich Portugal bereits mit der Bitte um Hilfe an die Bundesregierung gewendet. Aus diesem Grund wird die Bundeswehr am Montag ein Kontingent von Ärzten und Sanitätern nach Portugal schicken. In dem Flieger wird die Bundeswehr auch dringend benötigtes Material wie Intensivfeldbetten und Beatmungsgeräte liefern. "Wir werden mit medizinischem Personal und Material helfen“, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag.
Schon seit einigen Tagen ist ein Expertenteam der deutschen Streitkräfte vor Ort, um sich von den katastrophalen Bedingungen zu überzeugen und sich ein reales wirr Lage zu machen. Eines der Probleme sei offenbar, dass in vielen Krankenhäusern des Landes ein Mangel an Personal herrscht, weil viele Mitarbeiter sich selbst mit dem Virus infiziert haben. Trotz der schlimmen Lage wird Deutschland zunächst keine Patienten aus dem Land ausfliegen. Am Sonntag hatte Österreich offenbar angekündigt einige Patienten aus Portugal nach Österreich verlegen lassen zu wollen.