Nach Daten aus dem bayerische Gesundheitsministerium sollen rund die Hälfte der in Bayern am Coronavirus verstorbenen Menschen vor ihrem Tod in Alten- oder Pflegeheimen gelebt haben. Die Corona-Ausbrüche in den Heimen verlaufen besonders häufig mit gravierenden Konsequenzen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen haben die meisten Bewohner ein hohes Alter und weisen häufig auch gesundheitliche Vorerkrankungen auf. Außerdem kann sich das Virus durch die zahlreichen Personen besonders schnell ausbreiten. Kritiker werfen der Politik vor, bis zum heutigen Tag zu wenig für den Schutz von älteren Menschen unternommen zu haben. Der bayrische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) ist sich bewußt, dass die Situation in den Alten- und Pflegeheimen kritisch ist. Dort seien ohne Zweifel die größten und schwersten Ausbruchsgeschehen verortet worden, wie der Politiker eingesteht.