Auch in Brandenburg gibt es nicht viel hoffnung auf Lockerungen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hatte angesichts der noch immer hohen Ansteckungszahlen erklärt: "Wir müssen mit Lockerungen noch sehr vorsichtig sein." Woidke könne die Bürger verstehen, die sich für ein schnelles Ender der Einschränkungen einsetzen, doch will wegen der hohen Infektionszahlen kein Risiko eingehen. Ähnlich sieht es in Hamburg und Bremen aus, wo die Infektionszahlen deutlich niedriger sind. Doch weder in Bremen noch in Hamburg will man steigenden Infektionszahlen riskieren und wird deshalb bis Mitte Februar weiter alles geschlossen lassen. In Hessen sind bereits Schulen und Kitas geöffnet. Es findet jedoch nur eine Notbetreuung statt. In Mecklenburg-Vorpommern kündigt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ebenfalls keine Lockerungen bis Mitte Februar an. Wegen der britischen Corona-Mutation denke man derzeit eher an eine Verschärfung als an Lockerungen, bestätigte Schwesig in der ARD
Wie es scheint macht man sich lediglich in zwei Bundesländern bisher Gedanken darum, wie die Lockerungen aussehen sollen. In Niedersachsen arbeitet die Landesregierung an einem Plan bei dem sich Lockerungen und Verschärfungen nach der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen richten sollen. Die erklärte Regierungssprecherin Anke Pörksen. "Auch für den hoffentlich nicht eintretenden Fall eines erneuten starken Anstiegs der Fallzahlen sind Szenarien enthalten", kündigt Pörksen gegenüber der "Neue Osnabrücker Zeitung" an. Dieser Plan soll über insgesamt 6 verschiedene Stufen verfügen. Einen ähnlichen Plan verfolgt man auch in Schleswig-Holstein, wo die Landesregierung ebenfalls abhängig von den Infektionszahlen in 4 Etappen öffnen möchte. Erste Lockerungen soll es geben, wenn der Inzidenzwert insgesamt 7 Tage lang unter dem Inzidenzwert von 100 liegt. Dann soll ein Treffen von bis zu 5 Personen aus 2 Haushalten möglich sein und auch körpernahe Einrichtungen wie Friseure dürften dann wieder öffnen. In den restlichen Bundesländer lassen die Ministerpräsidenten verlauten, dass vorerst keine weiteren Lockerungen geplant seien. Wie es aussieht wird es also offenbar keine voreiligen Lockerungen geben.