Tepe stellt klar, dass die Kontaktvermeidung auch in Schulen umgesetzt werden. Aus diesem Grund sollten die Kultusministerien und Schulbehörden die verlängerte Ferienzeit jetzt nutzen, um endlich tragfähige Konzepte für alle möglichen Szenarien zu entwickeln. "Dazu gehört, sich endlich von der Schimäre des bedingungslosen Offenhaltens der Schulen zu verabschieden“, erklärte die GEW-Chefin, die stattdessen fordert wieder auf Wechselunterricht umzustellen. Zudem fordert Tepe auch Druck von den psychisch stark belasteten Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrkräften zu nehmen. "Prüfungen und Tests, die zurzeit nicht viel mehr als soziale Ungleichheiten widerspiegeln, sollen ausgesetzt werden“, erklärte Tepe. "Statt am sogenannten Stoff festzuhalten, sollte sich der Unterricht an den von der Kultusministerkonferenz schon lange beschlossenen Bildungsstandards orientieren, die neue Lehr- und Lernformen ermöglichen.“ Ähnlich sieht es auch der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. Dieser fordert von der Kultusministerkonferenz "dringend Aussagen“, wie zukünftig die Lehrpläne an die aktuelle Situation angepasst werden sollen. Die Kultusministerien hätten die Lehrkräfte nach seiner Meinung in die aktuelle und schwierige Situation gebracht. Trotzdem wüsste man dort offenbar nicht, wie es mit den Prüfungen weitergehe oder ob Überlegungen existierten, den Lehrplan anzupassen. Laut Beckmann warten aber sowohl Schüler als auch Lehrer eben genau auf solche Ansagen. "Die Kultusministerien müssen die realen Daten erheben, wie viel Unterricht in diesem Schuljahr und im letzten Schuljahr im Vergleich zu den letzten Schuljahren bisher ausgefallen ist. Daraus müssen entsprechende Konsequenzen für Prüfungen und für die Förderung von Schülerinnen und Schülern gezogen werden. „Erheben Sie jetzt die Daten und schaffen Sie die Planungsgrundlagen für die Durchführung des nächsten Abiturs im Frühjahr!“, fordern die verschiedenen Verbände von den Kultusministern.