Berliner Charité aktiviert Notfallprogramm - Kritische Lage in den Krankenhäusern der Hauptstadt

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Berliner Charité aktiviert Notfallprogramm - Kritische Lage in den Krankenhäusern der Hauptstadt

News (2 / 1) 19.12.2021 00:34 / Silia Symbolbild imago


Fehlendes Personal erschwert die Lage

Einer der Gründe für die Umstellung auf das Notfallprogramm sei der hohe personelle Aufwand für Covid-19-Patienten. "Ein wichtiger Grund ist, dass wir nicht umhin kommen, unsere Covid-Intensivkapazität weiter zu steigern, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden“, erklärt Frei. Allerdings sei dies nur möglich, wenn man weitere Betten in der stationären Pflege schließe. Das aus diesem Schritt frei werdende Personal könne dann für Covid-19-Patienten genutzt werden. Bundesweit ist fehlendes Personal für die Krankenhäuser das Kernproblem. Viele Ärzte und Pflegepersonal leisten laut Frei seit dem Beginn der Pandemie einen unglaublichen Aufwand. In der Vorwoche waren in der Charité noch zahlreiche Betten mit Patienten mit normalen Erkrankungen belegt. Bereits seit November hatten viele Krankenhäuser in der Hauptstadt ihren Betrieb eingeschränkt und nur noch unaufschiebbare chirurgische Eingriffe durchgeführt. Viele Routineoperationen werden wegen der aktuellen Pandemie-Lage verschoben. In der Charité werden vor allem schwere Covid-19-Fälle behandelt. Allerdings betreut Europas größte Uniklinik noch zahlreiche Patienten auf den Normalstationen.